Vorsicht beim Immobilienverkauf !!

Vorsicht beim Immobilienkauf !!

Denn ein Makler bezieht im
Gegensatz zum Anwalt, Arzt
oder Steuerberater ein Erfolgshonorar.
„Wer beim Verkauf
seines Hauses mit einem professionellen
Makler zusammenarbeitet,
macht das Geschäft
seines Lebens!“, sagt Hans J.
Gärtner, Unternehmensberater
und Immobilienspezialist in
Stuttgart.
Hans Gärtner nennt die Gründe,
warum sich private Verkäufer
mit dem Verkauf ihrer Immobilien
schwerer tun, als zunächst
angenommen wird.
Da ist zum einen die emotionale
Bindung an das Eigenheim,
die sich im Verkaufsgespräch
nachteilig auswirkt. Selbst
Makler verkaufen ihre eigene
Immobilie lieber über einen
Kollegen, als sich bei Besichtigungen
anhören zu müssen,
was der neue Eigentümer im
Haus alles verändern möchte.
Hinzu kommt die Unkenntnis
des Privatverkäufers, der meist
nur einmal im Leben eine Immobilie
verkauft. Die bereits
genannten Fälle zeigen, dass
schon kleine Vertragsänderungen
das Vermögen vernichten
können.
Letztlich wirkt es sich nachteilig
aus, dass der Privatverkäufer
keine Gelegenheit hat, Interessenten
durch Vorgespräche zu
prüfen. Wer privat verkauft,
muss zwangsläufig jeden, der
sich als potenzieller Käufer ausgibt,
in die Wohnung oder ins
Haus lassen.
Das führt dann zu der Frage:
Wie findet man einen professionellen
Makler? Denn wie
in allen anderen Branchen
ist auch Makler nicht gleich
Makler. Unternehmensberater
Gärtner nennt dazu einige Kriterien,
die helfen, Profis zu
erkennen:

So finden Sie Ihren
Immobilien-Profi !!

Ein guter Makler bietet dem Verkäufer
Leistungen, die durchaus mit der eines
Steuerberaters oder Rechtsanwalts vergleichbar
ist. Im Gegensatz aber zum
Steuer- oder Rechtsexperten erwartet
der Makler dafür ein Erfolgshonorar,
das nur fällig wird, wenn der Verkäufer
erfolgreich verkauft hat.
Prüfen Sie zunächst, ob der Makler Ihre
Immobilie verkauft oder ob er sie nur anbietet.
Fragen Sie den Makler, wie dieser
an den Verkauf der Immobilie herangeht:


– Wird beliebigen Interessenten einfach
nur ein Exposé zugesandt?

Das können Sie selber. Ein guter Makler
macht Termine mit Interessenten.
– Wann und wie vereinbart der Makler
Besichtigungstermine?

Werden wahllos alle Interessenten zur
Besichtigung eingeladen, trifft sich der
Makler mit wildfremden Interessenten
erst vor Ihrem Gartentor?
Auch dazu brauchen Sie als Verkäufer
keinen Fachmann oder Fachfrau. Professionelle
Makler vereinbaren mit allen Interessenten
persönliche Gesprächstermine
und besichtigen nur mit geprüften Kaufwilligen.
So werden Besichtigungen Ihrer
Immobilie erst dann durchgeführt, wenn
sicher ist, dass Ihr Haus oder Wohnung
zu diesen Interessenten passt.
So reichen einem Profi-Makler wenige
Besichtigungen, weil diese mit den Interessenten
schon zahlreiche Details in
Vorgesprächen besprochen haben.
– Wie prüft der Makler die Bonität der
Interessenten?

Interessenten müssen Ihre Immobilie nicht
nur haben wollen, sondern auch finanzieren.
Dazu muss ein Makler prüfen, ob
die neuen Käufer Ihr Haus auch bezahlen
können und ob deren Finanzierung passt.
– Wie behandelt der Makler Ihr
Vermögen?

Ein guter Makler nimmt Immobilien nur
zum marktgerechten Preis in Auftrag,
denn nur zu diesem Preis ist das Haus
oder die Wohnung in einem realistischen
Zeitraum abzusetzen. Lassen Sie sich
nicht durch angebliche Höchstpreise
locken.
Wenn einige Makler behaupten, Ihre
Immobilie zu einem Spitzenpreis zu verkaufen,
so ist dies bestenfalls ein Lockversuch.
– Professionelle Arbeit hat ihren Preis

Misstrauen ist angeraten, wenn Makler
sich in der Werbung „provisionsfrei für
den Verkäufer“ anbieten. „Welchen Grund
soll ein Makler haben, auf sein Honorar
zu verzichten?“, fragt Immobilien-Profi
Gärtner. „Will dieser Makler wirklich für
den Veräußerer tätig werden, oder will der
nur dessen Immobilie?“
Gleichermaßen ist Vorsicht geboten, wenn
Makler sich für einen bestimmten Kunden
um die Immobilie bemühen und diesen
möglicherweise schon mitbringt. Wenn
dieser Interessent dann auch noch ohne
Zögern auf einen „hohen Preis“ einsteigt,
droht Gefahr.
– Kämpft der Makler für Ihren Preis?

Gute Makler handeln nicht! Wenn Sie
gemeinsam mit dem Fachmann einen
realistischen Verkaufspreis festgelegt
haben, muss der Makler auch hartnäckig
hinter diesem Preis stehen und dafür in
der Verhandlung mit dem Käufer kämpfen.
– Kämpft der Makler für seinen Preis?

Ein Makler muss ein neutraler Vermittler
bleiben. Das setzt
zwingend voraus,
dass dieser auch von
beiden Parteien fair
bezahlt wird. Nur
in einigen Bundesländern
wird die
Courtage ausschließlich
vom Käufer bezahlt.
Ein schwacher Makler, der bei seiner
Provision schon Zugeständnisse macht
und seine eigene Leistung „billiger“ anbietet,
wird auch bei ihrem Verkaufspreis
schwach werden. Dann haben Sie vielleicht
1.000 Euro an der Provision gespart,
aber später 10.000 Euro beim Verkaufspreis
verloren.
– Alleinauftrag oder Allgemeinauftrag?

Ihre Immobilie kann nur konzentriert
verkauft werden, wenn diese an nur einer
Stelle angeboten wird. Vielfach wird angenommen,
ein gleichzeitiger Auftrag
an mehrere Makler würde den Verkauf
beschleunigen. Das Gegenteil ist der Fall.
Meist wird durch das mehrfache Anpreisen
einer Immobile der Marktwert beschädigt.
Ein Makler, der Ihre Immobilie nur mitanbieten
darf, schuldet Ihnen keine Leistung.
Ein Makler, der einen Alleinauftrag
unterschreibt, geht Ihnen gegenüber weitreichende
Verpflichtungen ein.
– Was kostet ein Makler?

Je nach Bundesland erhält ein Makler
zwischen 5 bis 6 Prozent Erfolgshonorar
für Verkauf einer Immobilie.
Für Rentner Weichert wären dies anteilig
etwa 8.000 Euro gewesen. Hätte er heute
nochmals die Chance, sein Vermögen über
einen guten Makler zu veräußern, er hätte
diesen Betrag sicher gerne bezahlt.